V.7 Sanierung von Haus und Website 2014 und 2018 ff

V.7 Sanierung von Haus und Website 2018 ff. Vergleiche



2014: „Wir arbeiten genau nach Plan“ wies mich der Polier zurecht, als ich ihn auf die nach meinem Augenschein zu kurz gemessene Grabung für die künftige Bodenplatte des Sommergartens hinwies und um Verlängerung um mindestens 15cm bat. Er verweigerte die Vergrößerung (Motto: Was untersteht sich dieses Weib, einem Mann Vorschriften zu machen) Ich fügte mich dem Urteil des Fachmanns. Als der Sommergarten später auf die Bodenplatte gesetzt werden sollte, zeigte sich, dass der Polier sich bei den Bemessungen von Gerade und Diagonale, also 2x, vermessen hatte, weshalb zwischen 12cm (Messung der Gerade) und 18 cm (Messung der Diagonale) die Bodenplatte zu kurz geraten war. Sie musste notdürftig verlängert werden, weshalb sie sich in den folgenden Jahren zum Garten hin immer weiter absenkte. Folge: Die Schiebetüren zwischen Haus und Garten lassen sich nicht ganz schließen und der entstehende Spalt vergrößert sich. Der ehemalige Besitzer (Betrieb von ihm inzwischen verkauft) reagierte nicht auf meine Mängelrüge. Als guter Katholik läuft er bei den Prozessionen mit. Ich war 1x dabei und werde ihn beim nächsten Mal daran erinnern, dass er zumindest wegen der Terrassenplatte mit einer zeitlichen Strafe im Fegefeuer zu rechnen hat.

Weitere Folge: Wegen der nicht planmäßigen Schräge verlegte der Fliesenbauer die teuren Solnhofer Platten falsch, was die beabsichtigte Fluchtlinie zwischen Essdiele im Haus und der Terrasse zerstörte. Das typische Handwerkerargument: „Sie gewöhnen sich dran“ half nicht. Nach mehreren schlaflosen Nächten mit dem Bild der misslungenen Terrasse vor Augen entschied ich: „Alles muss raus!“ und für die beim Rausschlagen zerbrochenen Fliesen wurden neue bestellt und korrekt verlegt. Der neue Fliesenleger hielt mich indes für einfältig (kurz: ein dummes Weib) und rechenschwach (gilt nur für mangelndes Verständnis der höheren Mathematik), weshalb er mir zusätzlich zum gemütlichen Arbeitstempo einen vollen Tag und mehrere Stunden berechnen wollte. Zur sportlichen Ertüchtigung - Krafttraining – hinterließ er mir etliche schwergewichtige Baumaterialien zur Entsorgung.

2018 ff Sanierungsobjekt aus dem 17. Jhdt., nach Untersuchung der historischen Balken von 1648.

Das Objekt musste entgegen Aussagen von Verkäufer und Architekt (deshalb weit überhöhter Verkaufspreis) vollständig entkernt werden. Vom Verkäufer absichtlich verdeckte Balkenschäden führten zu einem mehrjährigen Schadenersatzprozess! Ein durch Schweißarbeiten der Handwerker in Parterre verursachter Brand konnte durch eindrucksvollen Einsatz der hiesigen Feuerwehr zum Glück gelöscht werden. Unter den beauftragten Firmen waren wie wohl immer bei solchen Objekten tüchtige, z.B. der Elektriker, und weniger tüchtige.

Meine wichtigste Erfahrung:

1. Als Bauherr muss man immer am Bau bzw. erreichbar sein, vor allem wenn Architekten nur auf ausdrückliche Anforderung erscheinen. Das Angebot: „Ich komme, wenn Sie mich bitten“ ist hier nicht hilfreich, da unerfahrene Bauherren oft nicht erkennen, wenn sich eine handwerkliche Katastrophe anbahnt.

2. Alle Schritte müssen erklärt, diskutiert und erst dann entschieden werden. Natürlich hätte der Elektriker die alte Holzdecke am liebsten unter weiß verputzten Gipsplatten verschwinden lassen, um dahinter seine Leitungen zu verlegen. Ich konnte ihn überzeugen, die ursprüngliche Decke zu erhalten. Wo wir die Aufgaben und Probleme diskutierten, kamen wir gut voran. Wo nicht sah ich mich vor vollendete Tatsachen mit nicht bedachten Folgen gestellt. Erschwerend kam in den Wintermonaten 2018/19 ein Atemwegsinfekt mit Fieber, entzündeten Bronchien und mehrfacher Antibiotikabehandlung + Dauerdurchfall hinzu. Besserung brachten erst 14 Tage Ägypten im März 2019).

Was war geschehen? Als alternativlos (kennen wir von Frau Merkel) forderten Trockenbauer und Elektriker eine Erhöhung des Estrichbodens im Flur, was am gleichen Abend unter riesigem Aufwand geschah. Ich war dabei, selbst, da fiebernd überfordert. Inzwischen kenne ich den Grund, den man mir nicht mitteilte: ein von den Handwerkern befragter Fliesenbauer hatte wohl erklärt, dass sich auf dem unebenen Grund im Flur keine Fliesen bruchfest verlegen ließen. Nur: Ich hatte von Anbeginn geplant, dort meinen Solnhofer Bruch zu verlegen.

Direkte Folgen: die Architektin stieg aus dem Projekt aus.

Eine nette Frau, aber vorher hatte es zwischen ihr und den Handwerkern bereits Probleme gegeben: eine vom Trockenbauer sanierte Fachwerkwand im 1. OG ließ sie wieder abreißen, da zu dick. Weil die alte Wand aber schief und krumm war, musste sie genauso (!) ein zweites Mal wieder verschalt werden. Wer zahlte das am Ende ??? Eine von ihr verfügte schon begonnene Dämmung mit schweren OSB Platten im 2. OG + Spitzboden ließ ich nach Beratung durch das Fraunhofer Institut wieder entfernen und lege artis + Gewicht sparend durch den Trockenbauer dämmen. Ausgleich der Bodenneigung im 1. OG (Diagonale 12cm pro Raum) durch schweren Estrich ließ ich auf Anraten des Trockenbauers durch Schüttung ersetzen. Er hatte mir das Tonnengewicht auf Holzbalkendecke vorgerechnet.

Jeder Fehler kriegt Junge (Volksmund):

Dass der MRHeizungs“fachmann“ im Bad/Parterre ein dickes Abflussrohr einige cm zu hoch verlegt hatte, störte niemanden, kam aber zu den Folgen des erhöhten Estrichbodens im Hausflur hinzu.

Getreu dem von meinen Handwerkern geäußerten Spruch: „Wir schaffen das - auch ohne Architektin“ erhöhten Trockenbauer, Heizungsfachmann und Elektriker ohne Rückfrage bei mir, geschweige denn Erlaubnis den Boden durchgängig um 8 cm, samt Fußbodenheizung und 1A Estrich. Um Trittspuren zu vermeiden, wurde uns anderen bis zum Trocknen des Estrich der Zugang versperrt. Nach Fliesung wäre die Raumhöhe auf kaum 2,10 m gekommen mit unabsehbaren Folgen für alle Installationsanschlüsse, Fensterbrüstungen usw. usw. Natürlich auch für Vermietungen. Vielleicht an Schneewittchen und die sieben Zwerge.

Bis heute ist mir unbegreiflich, warum alle dabei mitgemacht haben, ohne mich zu befragen und zu warnen. Wo blieb der Fachverstand? Warum ich es nicht rechtzeitig gemerkt habe? Da mir der Zutritt auf frischem Estrich verboten war und Deckenverschalungen u.ä. noch nicht angebracht, habe ich im Hausflur nachgemessen, aber nicht bedacht, dass dieser höher war als die angrenzenden Räume.

Nachdem das Unglück geschehen war und alle ihre Hände in Unschuld wuschen, hieß es: „Wir glaubten, du wolltest das so“; oder wie bereits bekannt: „Da gewöhnt man sich dran.“

Es erinnerte ich mich an den Spruch meiner temperamentvollen Schneidermeisterin vor vielen, vielen Jahren, als die Gesellin nach einem Nähfehler vorschlug, das könne man wieder hinbügeln: „Sie bügeln auch den Hosenschlitz von hinten nach vorn.“ Manches geht einfach nicht und man muss die Konsequenzen ziehen: zurück auf Null und neu beginnen. Nach zwei schlaflosen Nächten habe ich zusammen mit Trockenbauer und Helferin an einem (!) Tag, den 1A Estrich sowie die Fußbodenheizung für knapp 65 qm rausgerissen. Bis kurz vor der totalen Erschöpfung und den riesigen Abfallhaufen im Hof (natürlich auf meine Kosten) entsorgen lassen. Die vertraglich verpflichteten Heizungsbauer entließ ich aus der Gewährleistung (wollte nichts mehr mit der MR firma zu tun haben) und ließ mir über den Trockenbauer andere Handwerker/ Firmen vermitteln, welche den Ersatz schneller und besser, z.T. auch billiger durchführten. Ich habe nicht genau nachgerechnet, aber diese Baufehler, einschließlich vermurkster Terrasse haben mich mindestens 50 000 Euro gekostet.

Ach ja, fast vergessen hätte ich den schweren Wasserschaden, verursacht durch eine falsche Dichtung beim Waschbeckeneinbau, sodass die ganze Trockenwand erneuert werden musste. Der Verursacher war nicht versichert.

Alle diese Zumutungen ertrug ich, weil ich mir nie zu schade war, mit anzufassen, bei Krankheit und auch nach Sehnenriss in der rechten Schulter. Ich wäre mir auch nicht zu schade gewesen, für den Solnhofer Bruch der geplanten Außenterrasse die Mörtelreste auf der Unterseite wegzuspachteln.

Dafür hätte ich dem Verantwortlichen der fehlerhaften Hofterrasse, - er hatte wohl keine Lust dazu - gerne einen Helfer vermittelt.

Kurzum und trotzdem: Darauf, dass ich mein Projekt trotz aller Mehrausgaben und Widrigkeiten zu einem guten Ende gebracht habe, darf ich mit Fug und Recht stolz sein.

Soviel ich inzwischen von Bausanierungen verstehe, so ungeschickt stelle ich mich bei Sanierung meiner Website an. Die Website besteht aus einem ersten mehr oder weniger abgeschlossenen Teil und meinem Blog.

Zusammen mit dem Sohn eines Nachbarn habe ich den ersten Teil insgesamt gut hingekriegt: Da er in der nächsten Großstadt wohnt, meistens in Absprache nach meinen schriftlich hinterlegten Vorstellungen; wir beide an PC und Telefon, was vor allem bei unterschiedlichen Vorstellungen wichtig war. Z.B störten mich außer bei Meer und Schneeflocken (beide beruhigend) bewegte Bilder im Hintergrund, z.B einfahrende Züge und rotierende Schallplatten, da Leser sich auf meine Texte konzentrieren sollen. Maurice erledigte es. Leider hatte er (nochmals vielen Dank, lieber Maurice ) keine Zeit mehr, zumal der BLOG nochmals größeren Einsatz fordert. Er hatte damit bereits angefangen und gute Ideen entwickelt, die es weiter zu führen gilt. Vor allem die einzelnen Themenbereiche und Oberbegriffe sind noch zu ordnen.

So war ich dankbar für die Hilfe eines mir als Alleskönner vorgestellten Informatikers. Glaubte nach gleichem Prinzip der Zusammenarbeit die nötigen Korrekturen vornehmen zu können, also Nägel mit Köpfen machen. Dieser Fachmann erhielt bei einem ersten Treffen von mir ein beidseitig bedrucktes Blatt mit meinen Vorgaben, auf Seite 1 vor allem für Ergänzungsbilder und die Trennung von Texten, welche nacheinander mit passendem Bild anzuklicken sind. Die Rückseite enthält meine genauen Vorgaben für die Anordnung des BLOGs, z.B. Oberpunkte I. - VI. Bei Bedarf zu erweitern.

Leider ist so gut wie nichts davon geschehen und anders als bei den Baufehlern, wo ich gemeinsam mit den Handwerkern immer eine Lösung gefunden habe, fühle ich mich hier vollkommen hilflos, schlimmer: krank. Vermisse an einem verkorksten Foto mit einem Liedtext meines Mannes jede Wertschätzung und finde diese auch nicht in der Behandlung meiner Texte. Die Verbindung zu solchen Menschen zu kappen ist ein Gebot der Selbsterhaltung und die versöhnlichste Aussage, zu der ich mich durchringen kann: Wir leben auf verschiedenen Planeten.

Das Ganze bedrückt mehr als Fehler am Bau.