II. 1 Es interessiert nicht

II.1 Es interessiert nicht


Nachrichten in der 3. Person

Es interessiert nicht.......

sagte die Buchhändlerin der Comenius-Buchhandlung, als sie ihr Tigerbuch vorstellen wollte.

Es interessiert nicht

lehnte der Leiter des Senckenbergmuseums ab, als sie anlässlich einer Ausstellung ihr Tigerbuch auf Spendenbasis anbot.

Es interessiert nicht

dachte das Pastorenehepaar im Ruhestand. Es war gekommen. das kulturelle Leben der Stadt Görlitz zu bereichern und wusste mit ihrem handschriftlichen Schreiben nichts anzufangen.

Es interessierte nicht.

Fünf Bände von IMAGO - Die Verwandlung für Besucher der Aztekenausstellung Stuttgart gedacht, wurden umgehend zuück gesandt.

Das interessiert keine Sau

sagte der Hotelbesitzer in Rehau, nachdem er einen Blick auf die flyer zu Tiger essen keinen Salat und IMAGO - Die Verwandlung geworfen hatte. "Hören Sie! Das interessiert die Leute!" und erzählte sein Leben vom größten Hotelier in Nürnberg mit 130 Angestellten (oder waren es 180?), dann der 30 Jahre währende Absturz in den Alkohol bis zum Hotel in der Provinz.

Das würden die Leute lesen, schloss er,wenn, ja, wenn er die Zeit zum Schreiben fände…

(Motto: ich könnte, wenn ich nur wollte).

Es interessiert nicht, was sie schreibt.

Scheint weder Freunde noch Verwandte zu interessieren, sonst hätten sich einige mehr die Mühe gemacht, ihre website aufzusuchen und den einen oder anderen Text zu lesen.

Wie schrieb Herr Frankl aus der dtv. Verlagsleitung vor vielen Jahren? Er wünsche IMAGO jene Unterstützung, die es verdient und braucht. Sie hatdiese Unterstützung nicht erhalten. Und ihr verstorbener Mann, der Literaturwissenschaftler Dr. Ruff? Er hatte IMAGO mit Ishiguros "Alles was wir geben mussten" verglichen und besser gefunden. Natürlich Geschmackssache: Beide Romane etwa zur gleichen Zeit zum gleichen Thema geschrieben: Klone- und was unser Menschsein ausmacht.Sie steht weiterhin dazu, und erhält dann und wann positive Rückmeldungen.

Nur die Wächter des Marktes interessiert es nicht.

Auf den Hund gekommen…

Freundliche Antwort des Oberbürgermeisters, nachdem er ihren Antrag bezüglich Hundehaufen auf Görlitzer Straßen gelesen hatte. Während der corona-Krise nutzte er die Zeit im Home office, um ihr ausführlich zu schreiben.

Für Scheiße besteht noch Hoffnung.

Und sonst?

Von Zeit zu Zeit ein Buch an diese oder jenen verschenken und erfahren, wo sie sich orten ..Ihre Texte Perlen (und sie die glücklichen Finder) - oder gestrandet vor dem Rüssel einer Sau..s.o...

Derzeit sitztsie in freiwilliger Quarantäne und erzählt sich Geschichten. Besser: hält Selbstgespräche. Zum Glück zwingt nicht die Pest in Klausur wie im Decamerone sondern nur das Coronavirus.

Allein, aber nicht einsam.

Nachtrag: Einige interessiert es doch.

Seit August 2021 geht sie aufs Schiff. Sie liest und diskutiert mit interessiertem Publikum über Sprache ( z.B. über gendern und political correctness). Bisher mehrfach auf der wunderbaren VASCO DA GAMA.